Mondsichel am 2. Dezember 2016

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Mondsichel am 2. Dezember 2016

Die Mondsichel zeigte sich am 2. Dezember kurz nach Sonnenuntergang als dünnes Hörnchen in Horizontnähe. Am unteren Bildrand erkennt man eine Wolkenbank die sich dem Mond rasch nährte. Fotografiert wurde mit Nikon D 5500 mit Tarmon Teleobjektiv 70-300 bei 300 mm Brennweite, ISO  5000, Blende 6,7 frei aus der Hand. Die Wolken waren mir einfach zu schnell unterwegs, also musste der Moment so schnell wie möglich festgehalten werden. Bei einer Geschwindigkeit der Irisblende von 1/350 Sekunde hat es noch geklappt, ein „fast“ perfekt scharfes Bild zu erzeugen. Besser wäre es noch kürzere Belichtungszeiten zu wählen, noch besser ein Stativ zu verwenden. Als Faustregel verwende ich eine Brennweite die jene des Objektivs  nicht unterschreit. Das Original wurde leicht retuschiert mit Nikon NX-D, Farbrauschen etwas verbessert und exportiert als jpg.

Vollmond vom 14. November 2016

Seit 68 Jahren war der Vollmond nicht mehr so nahe an der Erde. Also für mich das erste Mal :). In der Realität konnte man aber keinen entscheidenden Unterschied in der Größe des Mondes erkennen. Die Aufnahme entstand mit dem Teleobjektiv Tamron 70-300 bei 300 mm an der Nikon D5500, ohne Nachführung.

Vollmond am 14. November 2016. Aufnahme mit Nikon D5500 und Tamron 70-300, bei 300 mm Brennweite, Blende 1:8, Belichtungszeit 1/500, ISO 320
Vollmond am 14. November 2016. Aufnahme mit Nikon D5500 und Tamron 70-300, bei 300 mm Brennweite, Blende 1:8, Belichtungszeit 1/500, ISO 320

Mondsichel im Abendrot

Kurz nach Sonnenuntergan in Leifers in Richtung Mendel. Nikon D5500 Nikkor 50 mm f/1.8 ISO Belichtungszeit 1/250 Blende 8
Kurz nach Sonnenuntergang in Leifers Richtung Mendel.
Nikon D5500, Nikkor 50 mm f/1.8, ISO 1600, Belichtungszeit 1/250, Blende 8

die Farben waren grad so schön, der Himmel so klar und die Nikon bei der Hand. 🙂 Aufnahme vom 3. November 2016.

Das 10. TTV – Teleskoptreffen Villanderer Alm – ein kurzer Bericht

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Dobson-Teleskop beim 10. TTV Villanderer Alm

 

Zum 10. Mal trafen sich am 24. September 2016 einige Sternfreunde der „Amateurastronomen Max Valier“ zum „Sterneguggen“ beim Stefan auf der Villanderer Alm. Das Wetter war sommerlich warm, die Luft ruhig, lediglich einige Schleierwolken, die um die Berge herumzogen, ließen etwas Feuchtigkeit in der Luft erahnen.

Nachdem die Geräte aufgestellt waren, wir uns für die bevorstehende Beobachtungsnacht gestärkt hatten, warteten wir nur noch auf das Eintreffen der Dunkelheit. Das erste sichtbare Objekt nach Sonnenuntergang war der orange-rote Mars. Nicht weit und fast auf gleicher Höhe etwas westlich von Mars tauchte Saturn im Dämmerlicht auf. Erste Beobachtungen zeigten eine wenig bewegte Luft, was auf einen guten Beobachtungsabend hin deutete. Bei vollkommener Dunkelheit boten sich die südlich gelegeneren Deep-Sky-Objekte zum Beobachten an und dann ging es quer durch die Milchstraße zum Zenit um das Sternbild Schwan, wo der Cirrusnebel bei 300mm Öffnung eindrucksvoll zu sehen war. Weiter ging es zu den zirkumpolaren Objekten und schlussendlich nach Mitternacht zum abnehmenden Mond. Leider mussten wir uns schon früh mit dem Taubeschlag der Optiken plagen. Als der Mond aufging, waren praktisch schon alle Geräte mit Tau beschlagen. Die Geräte waren für weitere Beobachtungen unbrauchbar geworden.

Dunkle Nächte im Hochgebirge sind schon etwas Besonderes, da die Lichtverschmutzung hier großteils noch nicht Einzug gehalten hat. Genussvolles Beobachten der Sternbilder mit freiem Auge oder ein Schwenk mit dem Fernglas durch die Milchstraße bleiben ein unvergessliches Erlebnis.

Eine detailreiche Region im Sternbild Schwan.

Ganz im Zenit stand am Abend des 8. August 2016 das Sternbild Schwan , im welchen der Nordamerikanebel neben Deneb deutlich zu sehen ist. Etwas schwächer ist der neben dem „Golf von Mexico“ befindliche Pelikannebel. Weiter südlich ist der Gamma-Cygni-Nebel abgebildet und wenn man im Bild rechts unten in den Sternen herumsucht, stößt man noch auf den Cirrusnebel. Hoffentlich wird es noch ein milder Herbst, der zum Fotografieren einlädt…

Milchstraße mit Deneb, der hellsten sichtbaren Stern, etwas unterhalb der Nordamerikanebel, gleich daneben der Pelikannebel Nikon D5500 Nikkor 50 mm 84,7 Sekunden Belichtet Blende 2,8 ISO 1600
Milchstraße mit Deneb, der hellste sichtbare Stern, etwas unterhalb der Nordamerikanebel, gleich daneben der Pelikannebel, Gamma-Cygni-Nebel, Cirrusnebel rechts unten im Sternfeld.
Nikon D5500, Nikkor 50 mm, 84,7 Sekunden Belichtet Blende 2,8, ISO 1600. Nachgeführt mit Vixen GP.

Sternfeld im Sternbild Schütze mit Lagunen- und Trifidnebel

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Milchstraße im Sternbild Schütze. Aufnahme am 7. August 2016 mit Nikon D5500, Objektiv Tamron 70-300, bei 135 mm Brennweite. 56,3 Sekunden Belichtet bei Blende 4, 3200 ISO.

Die warmen Sommerabende waren zumeist klar und schon nach einigen Blicken durch das Fernglas war klar, dass sich das Aufstellen der Ausrüstung lohnen würde. Schon stand die Montierung eingenordet auf der Wiese und nun war ich vor die Wahl gestellt. Welchen Teil des Sommerhimmels wollte ich heute ablichten? Insgesamt habe ich an diesem Abend an die 40 Aufnahmen gemacht, wobei ich immer wieder versuche mit den Einstellungen der Kamera zu arbeiten.

Zum Bild: Im oberen Bereich des Bildes sieht man den hellen, ca. 6000 Lichtjahre entfernten M8 Lagunennebel, etwas oberhalb von M8 sieht man den Trifidnebel, deutlich sind die Farben blau und rosa sowie die drei dunklen Staubbänder im Nebel erkennbar. Oberhalb etwas östlich ist der kleine aber deutliche Sternhaufen, M 21 zu sehen, welcher einige Sterne enthält. Der galaktische Äquator zieht sich diagonal über die Aufnahme, im südlicheren Teil nimmt die Sterndichte in der Milchstraße sichtlich zu.

Aufgenommen am 7. August 2016

Andromedagalaxie in schwarz-weiß oder doch in Farbe?

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Objektiv: Tamron 70-300, 4-5.6, 93 Sekunden belichtet, Blende 4,8 und ISO 3200. 8. August 2016
Objektiv: Nikon 50 mm 1.8 86,5 Sekunden belichtet, bei Blende 2,8 mm und ISO 1600. 7. August 2016
Objektiv: Nikon 50 mm 1.8 86,5 Sekunden belichtet, bei Blende 2,8 mm und ISO 1600.
7. August 2016

Durch die digitalen Farbkameras ist die Schwarzweißfotografie ein bisschen in Vergessenheit geraten. Bei der Astrofotografie sind die Farben nicht immer leicht in den Griff zu bekommen, weshalb ich im Zuge der Nachbearbeitung immer ein SW-Bild anfertige. Mir gefällt der Kontrast den man bei schwarz-weiß-Bildern sehr gut herausarbeiten kann. Beim Verwenden der „Normalobjektive“ die keine perfekte Farbkorrektur haben, verschwinden die Farbfehler wie durch Zauberhand. Hier der Vergleich zweier Aufnahmen der Andromedagalaxie mit verschiedenen Brennweiten. Einmal mit 50 mm-  und das andere Mal mit 135 mm Brennweite. Nachgeführt wurde auf Vixen GP. Bild 1 wurde mit 86,5 Sekunden belichtet,  bei Blende 2,8 mm und ISO 1600; Rauschunterdrückung war „ein“. Bild 2 wurde mit 93 Sekunden belichtet und das bei einer Blende 4,8 und ISO 3200 bei eingeschalteter Rauschunterdrückung. Die Nachbearbeitung wurde mit Nikons Capture NX-D und „Fotos“ (Mac) vorgenommen.