Schildwolke

Sommermilchstraße
Sommermilchstraße

Aufgenommen mit Nikon D50.
Belichtung:
Blende: 1:5
Belichtungszeit: 369.3s
Belichtungssteuer.: Manuell
Belichtungskorr.: 0LW
Bel.-messung: Matrixmessung
ISO-Empfindlichkeit: ISO 1600
Brennweite: 70mm

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Ferienzeit – Zeit für Astrofotografie

Sommernacht 2012

Nach einer Ausgiebigen erfolgreichen Beobachtungsnacht im Juli, bot sich der 23. August an die Nikon D50 gegen den dunklen Nachthimmel zu richten. Diesmal wollte ich das 70 – 300 Teleobjektiv von Tamron versuchen. Bei 70 mm dürfte es noch einigermaßen gut gehen, auch wenn die Blende mit dem Öffnungsverhältnis 1:5 nicht sonderlich hell ist. Vielleicht könnte da noch ein Perseide über die belichtete Region fliegen? Zunächst nehme ich mir die Region um Sagitta, den Pfeil vor. Bin gespannt ob man mit dieser Einstellung auch den Hantelnebel auf den Chip bekommt. Und los.

Wow, tatsächlich eine Sternschnuppe! Ist sie auch wirklich über mich drüber oder war das nur eine Täuschung? Endlich, eine schöne Sternschnuppe auf einem Bild. Auf diesen Moment habe ich schon eine ganze Weile gewartet.

Und so sieht das Ergebnis aus. Übrigens, Hantelnebel und der Kugelsternhaufen M71 sind auch noch zu erkennen.

Einsteinturm und Großer Refraktor in Potsdam

Einsteinturm auf dem Telegrafenberg in Potsdam.
Aufnahme 2012

Am Sonnabend des 2. Juni 2012 fand auf dem Telegrafenberg in Potsdam eine lange Nacht der Wissenschaft statt. Da ich mich an diesen Tagen in Berlin aufhielt, war es für mich Pflichtprogramm dem Telegrafenberg einen Besuch abzustatten. Vor allem die Architektur und die Geschichte des Wissenschaftsparks hatte mich fasziniert. Die Objekte welche ich ins Hauptaugenmerk gefasst hatte, waren der Einsteinturm, von Erich Mendelsohn,  und der Große Refraktor Potsdam. Paul Emmanuel Spieker, wird als der Planer des Refraktorturms genannt. Interessant, wie man sich vor ungefähr 100 Jahren  für Details am Bau interessiert hat, auch wenn es sich in beiden Fällen eigentlich um wissenschaftlich funktionelle Gebäude handelt.

Der Einsteinturm besticht durch seine einzigartige Bauweise.   Schade, dass die Coelostatenspiegel nicht zur Besichtigung geöffnet waren, aber nicht weniger interessant erklärte man mir im  Kellergeschoss des Turms  die Funktionsweise der Spiegel,  des Spektrografen sowie anderer Geräte, die auch heute noch Anwendung finden.

Kuppel des Großen Refraktors Potsdam.In der Kuppel des Großen Rafraktors konnte das 80 cm Fernrohr sowie der kleinere Bruder, das 50 cm Fernrohr, bestaunt werden. Die Besichtigung der vollkommen restaurierten Geräte sind für jeden Teleskop Liebhaber ein echtes WOW-Erlebnis. Von der Montierung bis über die Bühne, bis hin zur Technik der Kuppel und der Doppelrefraktor selbst, alles wurde in den letzten Jahren aufwändig restauriert.

Anaglyphenbilder des Mondes

Anaglyphenbilder können mit in fast jedem Bildbearbeitungsprogramm, welches Ebenen unterstützt,  basteln. Echte 3D Bilder sind relativ schwierig zu bewerkstelligen. Es müssen zwei verschiedene Blickpunkte gewählt werden die mit ein und der Selben Kamera ziemlich knifflig. Sind dann natürlich echte 3D Bilder.

Anders wenn man es digital herstellt und auf die zwei Kamerastandpunkte verzichtet oder verzichten muss. Man benötigt für diesen Zweck nur ein Bild. Es wirkt nach dem Bearbeiten wirklich echt. Auf Youtube finden sich diesbezüglich diverse Anleitungen wie man Anaglyphenbilder erstellen  kann.

Hier hab ich mal Bullialdus (Mitte). Etwas unterhalb der zwei kleinen Krater ist König. Weiters sind die zwei Wallebenen Kies (links vom Krater König) und Lubiniezky zu sehen.Das Bild wurde mit einer Nikon P300 als Film aufgenommen, mit der Software Lynkeos, einige Bilder zusammengfügt und nachgeschärft. In PS als Anaglyphenbild dargestellt.

Klein aber fein

Das Intes Micro Alter M500

Das Intes Micro Alter M500 wird von einer Vixen GP Montierung getragen

Seit dem Sommer 2010 beobachte ich mit einem Intes Maksutov-Cassegrain mit 127 mm Öffnung und einer Brennweite von 1270 mm. Was mich dazu bewogen hat den Schritt von einem 100 mm Refraktor zu einem nur 27 mm größeren Teleskop zu machen war vor allem die Montierung. Die Vixen GP würde auf jeden Fall noch um einiges mehr vertragen, aber es sollte auf keinen Fall eine grenzwertige Lösung werden, weshalb ich mich für weniger Öffnung entschieden habe. Natürlich haben sich auch noch Lösungen mit 150 mm Öffnung angeboten, doch war da gerade die Möglichkeit ein Qualitativ hochwertiges Intes zu erstehen. Im Lieferumfang des Intes war ein Erfle Okular mit 12 mm Brennweite

Intes Micro Alter M500
Das Bild zeigt die Ansicht die Meniskuslinse mit 127 mm Öffnung.

sowie eine 2,4 -fach Barlow dabei. Der Sucher, ein 8 x 50, ist optisch sehr gut, die mechanischen Plastikteile des Suchers sind  leider zu schwach. Mit einem Okular von 32 mm Brennweite bringt das Meade SWA mit 67° scheinbarem Gesichtsfeld eine 40-fache Vergrößerung. Das wahre Gesichtsfeld errechnet sich also aus scheinbarem Gesichtsfeld durch die Vergrößerung: 68°/40=1,7°, was trotz der längeren Brennweite schon sehr schön ist. Natürlich kann kein Vergleich mit den wahren Weitwinkelspezialisten, wie etwa ein System mit f/6, angestellt werden. Hellere Objekte wie Mond, Jupiter und Saturn sind auch bei hohen Vergrößerungen um die 200 – 250 sehr gut. Natürlich sind gute Luftbedingungen vorausgesetzt.  An Mars konnte ich ende Februar 2012 sehr schöne Details erkennen. Dunklere Bereiche auf auf der Oberfläche von Mars sind für den Geübten Beobachter wirklich sehr schön. Auch die Polkappe war zu sehen. Aber auch bei Deep Sky Objekten ist einiges drin. Beispiel Kugelsternhaufen, hellere Nebel  und Galaxien sind wirklich schön zu beobachten. Das Intes ist ein feiner Begleiter bei meinen Beobachtungen des Nachthimmels.

Letzte Bilder

Es waram 26. November 2011. Ein angenehmer Abend und ein paar interessante Objekte die sich für die fotografische Beobachtung sehr geeignet sind. Die Spiralgalaxie M33 habe ich zum ersten Mal vor die Linse genommen und gefällt mir sehr gut. Da ich die Rauchunterdrückung auf der Nikon eingeschalten lasse, benötigt die Nachbearbeitung des Bildes in der Kamera ziemlich genau doppelt so lang wie die Aufnahme selbst. Konkret in diesem Fall 1.472 Sekunden mal 2 das sind dann insgesamt 50Min. Belichtungszeit. Da der Akku nach etwa der Hälfte des Rauschverminderungsdurchlaufs schlapp machte, sind die Hot-Pixels nicht vollständig weg. Die Plejaden wurden mit 891 Sekunden belichtet, Die Galaxie NGC 891 wurde hingegen mit 628 Sekunden belichtet. Der Orionnebel ist ein Komposit aus 2 Bildern, wobei ein Bild 15 und das zweite mit 116 Sekunden belichtet wurden. Kamera: Nikon D50.

Mond durch das Teleskop Intes Micro Alter M500

Als Kamera diente eine Canon digital Ixus. Schade, dass jedes kleine Staubkorn um ein vielfaches vergrößert wird. Die Kamera wurde ohne Stativ oder Befestigung draufgehalten. Nachher wurden die Bilder auf youtube mit einem Verfahren gegen Verwackelungen bearbeitet. Am schönsten finde ich den dunklen Plato.

Viel Vergnügen.