Andromedagalaxie in schwarz-weiß oder doch in Farbe?

Andromeda_August_SW16
Objektiv: Tamron 70-300, 4-5.6, 93 Sekunden belichtet, Blende 4,8 und ISO 3200. 8. August 2016
Objektiv: Nikon 50 mm 1.8 86,5 Sekunden belichtet, bei Blende 2,8 mm und ISO 1600. 7. August 2016
Objektiv: Nikon 50 mm 1.8 86,5 Sekunden belichtet, bei Blende 2,8 mm und ISO 1600.
7. August 2016

Durch die digitalen Farbkameras ist die Schwarzweißfotografie ein bisschen in Vergessenheit geraten. Bei der Astrofotografie sind die Farben nicht immer leicht in den Griff zu bekommen, weshalb ich im Zuge der Nachbearbeitung immer ein SW-Bild anfertige. Mir gefällt der Kontrast den man bei schwarz-weiß-Bildern sehr gut herausarbeiten kann. Beim Verwenden der „Normalobjektive“ die keine perfekte Farbkorrektur haben, verschwinden die Farbfehler wie durch Zauberhand. Hier der Vergleich zweier Aufnahmen der Andromedagalaxie mit verschiedenen Brennweiten. Einmal mit 50 mm-  und das andere Mal mit 135 mm Brennweite. Nachgeführt wurde auf Vixen GP. Bild 1 wurde mit 86,5 Sekunden belichtet,  bei Blende 2,8 mm und ISO 1600; Rauschunterdrückung war „ein“. Bild 2 wurde mit 93 Sekunden belichtet und das bei einer Blende 4,8 und ISO 3200 bei eingeschalteter Rauschunterdrückung. Die Nachbearbeitung wurde mit Nikons Capture NX-D und „Fotos“ (Mac) vorgenommen.

 

Blick ins Zentrum unserer Galaxie

Perseiden 2016
Aufnahme der Milchstraße am 6. August 2016 mit Nikon D5500 und Nikon AF 50mm f/1.8 D, Belichtungszeit 44,9 Sekunden, ISO 1600, Blende 1:2.8 bei 50 mm Brennweite, Rauschunterdrückung ein. Im unteren Bereich ist ein Perseide durch das Bild gehuscht und hat deutlich seine Spur hinterlassen. Untern rechts im Bild ist M 18 OS, etwas oberhalb M17 der Omeganebel und in unmittelbarer Nähe M 16 Adlernebel

 

Ein klarer Sommerabend inspirierte mich, bei guten Beobachtungsverhältnissen und bei angenehmen Temperaturen, die Montierung aufzustellen. Nach dem Einnorden der Vixen GP Montierung wurde die Brennweite für das Objektiv ausgewählt. Mir erschien es wichtig eine Gute Abbildung zu erhalten, weshalb ich mich entschloss den Abend mit 50 mm Objektivbrennweite zu beginnen. Die Milchstraße ist bei 50 mm immer wieder eine neue Herausforderung. Die Blende wurde von 1.8 (ganz offen) auf 2.8 Abgeblendet, um Lichtschwänze am Bildrand zu vermeiden. Na ja, ganz gehen diese auch bei 2.8 nicht weg doch noch mehr Abblenden würde beduten noch länger Belichten oder mit den ISO und somit mit dem Farbrauschen nach oben zu gehen. Die Nikon D5500 wurde an die Schwalbenschwanzschiene direkt auf die Montierung geklemmt (siehe Bild).

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Die Nachführung der Kamera wird von der Vixen Great Polaris erledigt.

Mars, selten so groß

Mars am 9. Juni 2016
Aufnahme mit Nikon P300, afokal, 16 Bilder addiert. Fotografiert durch den 80 cm Spiegel der Sternwarte Gummer, Südtirol.

Mars hat am 22. Mai gerade die Opposition durchlaufen und bleibt noch ein Weilchen schön groß am frühsommerlichen Abendhimmel zu sehen. Er ist etwa 77 Mio. km von der Erde entfernt. Somit erreicht er einen Abstand zur Erde wie im Jahr 1990. Übrigens kommt er der Erde in seiner Opposition mit 56 Mio. km am nächsten und mit ca. 101 Mio. km bleibt er fast doppelt so weit entfernt.  Details auf der Oberfläche werden bei großer Öffnung im visuellen sichtbar. Leider ist die Aufnahme nicht ganz scharf, dennoch erkennt man deutlich einen dunklen Bereich, die Syrtis Maior, die aussieht wie Indien. Oberhalb dieser Formation ist das Mare Tyrrhenium sichtbar. Es erstreckt sich nördlich von Syrtis Major fast über das gesamte Bild.

IC 1848

Aufnahme der HII – Wasserstoffregion IC 1848 im Sternbild Kassiopeia. Einzelaufnahme mit Canon EOS 6D, ISO 3200, 449.5 Sekunden Belichtung an Takahashi 152 mm f /8. Leicht retuschiert. Wer sieht den Drachenkopf?

IC 1848
IC 1848

Mondsichel und Venus

Mondsichel und Venus am 13. Oktober 2012
Mondsichel und Venus am Morgen des 13. Oktober 2012

Schon eine ganze Weile war das Bild für das hochladen bereit,  doch hatte ich mir nie die Mühe gemacht die EXIF-Daten auszulesen. Anhand der Aufnahmezeit konnte ich nun sicherstellen, dass es sich beim hellen Punkt oberhalb des Mondes tatsächlich um Venus handeln würde. Mit der Planetariumsoftware „Stellarium“ war dies in 2 Minuten erledigt.

Die schmale Mondsichel und Venus standen im milden Licht des Morgens im Sternbild Löwe. Interessant waren auch die Wolken um den Mond. Sie hauchen dem Foto erst Leben ein. Aufgenommen mit 70 mm Brennweite des Tamron 70 – 300 Teleobjektivs, mit Blende 5, ISO 800 und einer Belichtungszeit von 1/100 Sekunde, Nikon D50 (CCD)

Unglaublich fern und doch so nah

Messier 31 - Andromedagalaxie in 2,5 Mio. LJ Entfernung
Messier 31 – Andromedagalaxie in 2,5 Mio. LJ Entfernung am 18. Oktober 2014. 292 Sekunden belichtet, mit Canon EOS 6D, bei ISO 3200, Teleskop Takahashi 152 mm APO Refraktor. Rohdatei umgewandelt und bearbeitet mit Canon Professional in Nikon View NX und Vorschau, der Standardsoftware von Apple zum retuschieren. Bild in voller Größe.

Wenn man von Entfernungen bei Galaxien spricht, ist die Andromedagalaxie mit 2,5 Mio. Lichtjahren in unmittelbarer Umgebung zu unserer Milchstraße. Dennoch ist die Entfernung, für unser Vorstellungsvermögen, riesig. An dunklen Nächten erkennt man sie als milchigen Fleck im Sternbild Andromeda schon mit freiem Auge. Bei einer Beobachtung durch das Fernglas  bietet die Galaxie noch  jede Menge Details. Aber erst fotografisch zeigt Sie ihre ganze Pracht. Hier eine Aufnahme vom Oktober 2014.