Eine detailreiche Region im Sternbild Schwan.

Ganz im Zenit stand am Abend des 8. August 2016 das Sternbild Schwan , im welchen der Nordamerikanebel neben Deneb deutlich zu sehen ist. Etwas schwächer ist der neben dem „Golf von Mexico“ befindliche Pelikannebel. Weiter südlich ist der Gamma-Cygni-Nebel abgebildet und wenn man im Bild rechts unten in den Sternen herumsucht, stößt man noch auf den Cirrusnebel. Hoffentlich wird es noch ein milder Herbst, der zum Fotografieren einlädt…

Milchstraße mit Deneb, der hellsten sichtbaren Stern, etwas unterhalb der Nordamerikanebel, gleich daneben der Pelikannebel Nikon D5500 Nikkor 50 mm 84,7 Sekunden Belichtet Blende 2,8 ISO 1600
Milchstraße mit Deneb, der hellsten sichtbaren Stern, etwas unterhalb der Nordamerikanebel, gleich daneben der Pelikannebel, Gamma-Cygni-Nebel, Cirrusnebel rechts unten im Sternfeld.
Nikon D5500, Nikkor 50 mm, 84,7 Sekunden Belichtet Blende 2,8, ISO 1600. Nachgeführt mit Vixen GP.

Sternfeld im Sternbild Schütze mit Lagunen- und Trifidnebel

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Milchstraße im Sternbild Schütze. Aufnahme am 7. August 2016 mit Nikon D5500, Objektiv Tamron 70-300, bei 135 mm Brennweite. 56,3 Sekunden Belichtet bei Blende 4, 3200 ISO.

Die warmen Sommerabende waren zumeist klar und schon nach einigen Blicken durch das Fernglas war klar, dass sich das Aufstellen der Ausrüstung lohnen würde. Schon stand die Montierung eingenordet auf der Wiese und nun war ich vor die Wahl gestellt. Welchen Teil des Sommerhimmels wollte ich heute ablichten? Insgesamt habe ich an diesem Abend an die 40 Aufnahmen gemacht, wobei ich immer wieder versuche mit den Einstellungen der Kamera zu arbeiten.

Zum Bild: Im oberen Bereich des Bildes sieht man den hellen, ca. 6000 Lichtjahre entfernten M8 Lagunennebel, etwas oberhalb von M8 sieht man den Trifidnebel, deutlich sind die Farben blau und rosa sowie die drei dunklen Staubbänder im Nebel erkennbar. Oberhalb etwas östlich ist der kleine aber deutliche Sternhaufen, M 21 zu sehen, welcher einige Sterne enthält. Der galaktische Äquator zieht sich diagonal über die Aufnahme, im südlicheren Teil nimmt die Sterndichte in der Milchstraße sichtlich zu.

Aufgenommen am 7. August 2016

Andromedagalaxie in schwarz-weiß oder doch in Farbe?

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Objektiv: Tamron 70-300, 4-5.6, 93 Sekunden belichtet, Blende 4,8 und ISO 3200. 8. August 2016
Objektiv: Nikon 50 mm 1.8 86,5 Sekunden belichtet, bei Blende 2,8 mm und ISO 1600. 7. August 2016
Objektiv: Nikon 50 mm 1.8 86,5 Sekunden belichtet, bei Blende 2,8 mm und ISO 1600.
7. August 2016

Durch die digitalen Farbkameras ist die Schwarzweißfotografie ein bisschen in Vergessenheit geraten. Bei der Astrofotografie sind die Farben nicht immer leicht in den Griff zu bekommen, weshalb ich im Zuge der Nachbearbeitung immer ein SW-Bild anfertige. Mir gefällt der Kontrast den man bei schwarz-weiß-Bildern sehr gut herausarbeiten kann. Beim Verwenden der „Normalobjektive“ die keine perfekte Farbkorrektur haben, verschwinden die Farbfehler wie durch Zauberhand. Hier der Vergleich zweier Aufnahmen der Andromedagalaxie mit verschiedenen Brennweiten. Einmal mit 50 mm-  und das andere Mal mit 135 mm Brennweite. Nachgeführt wurde auf Vixen GP. Bild 1 wurde mit 86,5 Sekunden belichtet,  bei Blende 2,8 mm und ISO 1600; Rauschunterdrückung war „ein“. Bild 2 wurde mit 93 Sekunden belichtet und das bei einer Blende 4,8 und ISO 3200 bei eingeschalteter Rauschunterdrückung. Die Nachbearbeitung wurde mit Nikons Capture NX-D und „Fotos“ (Mac) vorgenommen.

 

Blick ins Zentrum unserer Galaxie

Perseiden 2016
Aufnahme der Milchstraße am 6. August 2016 mit Nikon D5500 und Nikon AF 50mm f/1.8 D, Belichtungszeit 44,9 Sekunden, ISO 1600, Blende 1:2.8 bei 50 mm Brennweite, Rauschunterdrückung ein. Im unteren Bereich ist ein Perseide durch das Bild gehuscht und hat deutlich seine Spur hinterlassen. Untern rechts im Bild ist M 18 OS, etwas oberhalb M17 der Omeganebel und in unmittelbarer Nähe M 16 Adlernebel

 

Ein klarer Sommerabend inspirierte mich, bei guten Beobachtungsverhältnissen und bei angenehmen Temperaturen, die Montierung aufzustellen. Nach dem Einnorden der Vixen GP Montierung wurde die Brennweite für das Objektiv ausgewählt. Mir erschien es wichtig eine Gute Abbildung zu erhalten, weshalb ich mich entschloss den Abend mit 50 mm Objektivbrennweite zu beginnen. Die Milchstraße ist bei 50 mm immer wieder eine neue Herausforderung. Die Blende wurde von 1.8 (ganz offen) auf 2.8 Abgeblendet, um Lichtschwänze am Bildrand zu vermeiden. Na ja, ganz gehen diese auch bei 2.8 nicht weg doch noch mehr Abblenden würde beduten noch länger Belichten oder mit den ISO und somit mit dem Farbrauschen nach oben zu gehen. Die Nikon D5500 wurde an die Schwalbenschwanzschiene direkt auf die Montierung geklemmt (siehe Bild).

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Die Nachführung der Kamera wird von der Vixen Great Polaris erledigt.

Mars, selten so groß

Mars am 9. Juni 2016
Aufnahme mit Nikon P300, afokal, 16 Bilder addiert. Fotografiert durch den 80 cm Spiegel der Sternwarte Gummer, Südtirol.

Mars hat am 22. Mai gerade die Opposition durchlaufen und bleibt noch ein Weilchen schön groß am frühsommerlichen Abendhimmel zu sehen. Er ist etwa 77 Mio. km von der Erde entfernt. Somit erreicht er einen Abstand zur Erde wie im Jahr 1990. Übrigens kommt er der Erde in seiner Opposition mit 56 Mio. km am nächsten und mit ca. 101 Mio. km bleibt er fast doppelt so weit entfernt.  Details auf der Oberfläche werden bei großer Öffnung im visuellen sichtbar. Leider ist die Aufnahme nicht ganz scharf, dennoch erkennt man deutlich einen dunklen Bereich, die Syrtis Maior, die aussieht wie Indien. Oberhalb dieser Formation ist das Mare Tyrrhenium sichtbar. Es erstreckt sich nördlich von Syrtis Major fast über das gesamte Bild.