Blick in unsere kosmische Nachbarschaft

Milchstraße. Aufnahme mit Nikon D5500, AF Nikkor 50mm f/1.8D, Blende 2.8, Belichtung 75,1 Sekunden, Nachführung auf Vixen GP.

Wenn man an einem warmen Sommerabend einen Blick in die Sommermilchstraße wirft so wird einem gleich klar: „Das sind Milliarden von Sternen“. Und die sind dann auch noch so weit entfernt von unserem Heimatplaneten. Von einigen Lichtjahren, bis einigen Tausend Lichtjahren sind die Gestirne entfernt. Sobald wir aber erfahren haben, dass die nächste Galaxie 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt ist, wird uns schnell klar, dass die Sterne die wir hier sehen Objekte in unserer unmittelbaren Umgebung sind. Alle Sterne die wir sehen sind übrigens alles Objekte unserer Milchstraße.

Die Aufnahme zeigt im unteren Bereich einen Teil des Sternbildes Adler, mit dem Hauptstern Atair, welcher als der hellste Stern auf dem Bild leicht zu finden ist. Die hellen Begleiter Alschain und Tarazed stehen neben Atair. Etwas oberhalb von Tarazed befindet sich in etwa 2000 LJ. Entfernung die Dunkelnebel Barnard 142, wegen seiner Form auch als E-Nebel bezeichnet und etwas darunter Barnard 143. Im oberen Teil des Bildes erkennt man das Sternbild Pfeil. Schon fast am oberen linken Bildrand kann man noch das Scheibchen des Messier Objekte M27, des Hantelnebels M erkennen. Als verwaschener Fleck sieht man den offenen Sternhaufen M71 im Sternbild Pfeil.

Nachführung mit Tücken

Aufnahme mit Nikon D5500, AF Nikkor 50mm f/1.8D, Blende 2.8, am 26. Juni 2017.

Ein unbeabsichtigter Effekt hat sich eingeschlichen und am Ende als Glückstreffer erwiesen. Die Nachführung ist weitergerutscht, und hat sich dann doch eingelenkt und richtig nachgeführt. Sieht beinahe aus als würde ein Meteorstrom über das Firmament ziehen.  Zu sehen sind Antares, der hellste Stern auf dem Bild und weiter die Sterne des Sternbildes Skorpion, welches nicht sehr hoch über den spät abendlichen Horizont emporragt.

Wasserstoffregion NGC 2264

Aufnahme vom 20.01.2017 mit Nikon D5500, 2 Bilder addiert 250 Sek. und 220 Sek. zusammengefügt in Lynkeos für Mac, ISO 3200, f8, 152 mm Öffnung.

Der im Sternbild Einhorn befindliche Wasserstoffnebel NGC 2264 ist etwa 2500 Lichtjahre entfernt. Ich war selbst erstaunt als ich den Bildausschnitt sah, da keine Spur von der „bekannten“ Region dieses Konusnebels zu sehen ist. Der Bildauschnitt zeigt einen Teil der Wasserstoffregion NGC2264. Deutlich zu sehen ist das bläulich leuchtende Zentrum und die Dunkelwolken. Im Zuge der Bildbearbeitung wurde das Blau noch leicht verstärkt. Der rötliche Teil der HII Region ist quasi unsichtbar. Dafür ist wohl der eingebaute Filter vor dem Chip verantwortlich, welcher die Empfinlichkeit im h-alpha Licht stark reduziert. Er sorgt bei Tageslicht für ausgewogene Farben, in der Astrofotografie ist aber der Durchlass in diesem Bereich interessant. Dennoch eine interessante Aufnahme. Hoffe sie gefällt.

Farbenspiele der Natur

Beim Aufräumen der Festplatte kamen wieder einige „fotografische“ Perlen zum Vorschein, die schon vor einiger Zeit aufgenommen wurden.  Eine davon ist die Mondsichel vom 14. November 2016, am frühen Abend um 16:46 nahe am Horizont.

Das zweite Bild zeigt Lang- und Plattkofel, die Seiser Alm und den Schlern. Nahezu zur selben Zeit war dieses Abendrot am Osthorizont. Es war ein klarer Herbstabend, der nicht nur kühl war, sondern schon kurz nach Sonnenuntergang die Natur in wunderbare Farben tauchte. Solche Farben gibt es, auch im Herbst, nur sehr selten.

Aufnahmen mit Nikon D50.

Nur noch für kurze Zeit zu sehen

Orionnebel, Messier 42
Orionnebel, Messier 42

Nach einbrechen der Dunkelheit kann der Orionnebel, M42, der hellste Nebel den wir auf der Nordhalbkugel sehen können, noch den ganzen März über beobachtet werden. Im Schwert, etwas unter den Gürtelsternen des Orion kann er durch absuchen der Region aufgefunden werden. Es empfiehlt sich ein Fernglas mit 50mm oder mehr Öffnung und schon kann es an einem dunklen Beobachtungsplatz los gehen. Etwas mehr zu sehen bekommt man mit einem Teleskop bei 50 bis 100 Vergrößerungen.

Das Bild ist nicht etwa eine Einzelaufnahme sondern ein Komposit. Es besteht aus drei Bildern, die mit diversen Belichtungszeiten aufgenommen wurden. So ist das Zentrum nur 8,5 Sekunden belichtet der mittlere Bereich 28,5 Sekunden und der Rest mit 127,4 Sekunden. Letzteres würde ohne die Anwendung dieses Verfahrens, das Zentrum zu hell darstellen. Zur Veranschaulichung die 3 Bilder nochmal i Rohzustand. ISO 1600, Brennweite f/8 152 mm Öffnung, Addiert mit Lynkeos und retuschiert mit Lightroom.

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Der Pferdekopfnebel, Sigma Orionis und der Nebel NGC 2023

 

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Barnard 33, der Pferdekopfnebel, fotografiert mit Nikon D5500, 2 Aufnahmen, vorbereitet mit Nikon Capture NX-D addiert mit Lynkeos, Retusche mit Adobe Lightroom

Ein etwas ungewohnter, nicht beabsichtigter Bildausschnitt des Pferdekopfnebels. Bekannt ist der 1500 Lichtjahre entfernte Dunkelnebel auch als Barnard 33. Im Index-Katalog hat er die Bezeichnung IC 434. Der bläulich leuchtende Reflexions- und Emissionsnebel NGC 2023 ist im unteren Teil des Bildes abgebildet. Im oberen Bildteil in der Mitte, ist der Doppelstern Sigma Orions, welcher mit 41.5 “ leicht trennbar ist, zu sehen.

Zwei Bilder mit jeweils 189 Sekunden und 358 Sekunden wurden mit der Software „Lynkeos“ für Mac addiert. Dem Farbrauschen nach zu urteilen hätten es noch einige mehr sein können.  Die Farben etwas in Lightroom nachbearbeitet.

 

Rosettennebel an einem eisigen Wintertag

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Rosettennebel NGC 2237 & offener Sternhaufen NGC 2244 im Zentrum

Hier nun das Ergebnis einer Einzelaufnahme, die ich vom Emissionsnebel  NGC 2237 am 20. Januar 2017 um 22:25 eingefangen habe. Er ist im Sternbild Einhorn zu finden und etwa 5.000 Lichtjahre von uns entfernt. Die Nacht war mondlos und klar, aber eisig doch hat es sich geloht auszuharren. Im Zentrum des Bildes ist der offene Sternhaufen NGC 2244, welcher den Nebel zum leuchten anregt, zu sehen. Er kann schon im Fernglas gut zu beobachtet werden.

Einzelaufnahme mit Nikon D5500 an Takahashi 152 mm APO-Refraktor, f/8,  bei 1600 ISO, 244 Sekunden Belichtungszeit (ca. 4 Min.). Einzelbild bearbeitet mit der Software von Nikon, Capture NX-D for Mac OS, anschließend in „Fotos“ leicht retuschiert.