Sonne
Wichtiger Hinweis für angehende Sonnenbeobachter.
Beobachten Sie die Sonne niemals durch einen Feldstecher oder ein Teleskop ohne Schutzfilter. Verheerende Schäden für das Augenlicht können die Folge sein. Vermeiden Sie den Einsatz von Okularfiltern. Da sie schnell erhitzen, können sie platzen. Als Alternative zu den Objektivfiltern, ist die Sonnenprojektion zu erwähnen.
Die Randverdunkelung der Sonne.
Beim Fotografieren der gesamten Sonnenscheibe fällt auf, dass die Helligkeit der Aufnahme, gegen dem Sonnenrand hin abnimmt. Der Grund für diese Erscheinung, die im visuellen, sowie beim fotografischen Beobachten auftretet ist, dass die Sonnenatmosphäre aus Gas besteht. In der Bildmitte sieht man in tiefere und heißere Regionen in die Sonne hinein als am Sonnenrand. Aufnahme mit Baader Sonnenfolie und Hoya Farbfilter dunkelgelb, am 2. Juni 2005 um 19:03 MESZ mit Canon Powershot A40, am Semi-Apo-Triplet, afokal. (Juni 2005)
Fotografie des Sonnenspektrums.
Nach einigen Versuchen das sichtbare Sonnenspektrum einzufangen, musste ich zunächst eine Weile herumprobieren, bis ich die richtige Aufnahme in meinem Mac hatte. Mit einem Pentaprisma eines ausgedienten Feldstechers gelang es mir das Spektrum auf die Decke des Wohnzimmers zu projeziern. Mit der Powershot A40 knipste ich es ab und schnitt den deutlichsten Teil, welcher die gesamten Spektralfarben zeigte, aus. In Lehrbüchern sieht es aber so aus, dass die Wellenlängen von ca. 3000 Angström (Ultraviolett) bis ca. 8500 Angström (Infrarot) gleichmäßig über das Spektrum verlaufen. Auf der unten abgebildeten Aufnahme hat sich der gelbe Bereich, welcher sich im Normalfall in Mitte des Bildes befinden sollte, nach rechts verschoben. Grund war der Winkel der Projektion. Fotografiert am 23.05.2003.
Venustransit vom 8.6.2004



Der Venusdurchgang vor der Sonne vom 8. Juni 2004. Beginn der Beobachtung 7:59 Ende 14:00 bei strahlendem Sonnenschein. Deutlich war Venus auch schon mit freiem Auge (Folienfilter) in der südlichen Sonnenregion zu
erkennen. Die Aufnahmen wurden im afokalen Modus durch das Semi-Apo-Triplett gemacht. Als Sonnenfilter diente eine Baader-Sonnenfolie. Okulare: Swarovski Vario, 7,7mm 23,1mm zusammen mit einer Bawlowlinse. Beobachtungsort bei der Sternwarte Gummer. Kamera Canon Powershot A40.
Merkurtransit

Der Merkurtransit vom 7. Mai 2003. Beginn der Beobachtung um 8:10 MESZ. Die Sonne ist gerade über dem Osthorizont aufgegangen. Da der Hausberg doch um die 30° über dem normalen Horizont liegt, blieb mir die Beobachtung des 1. und 2. Kontakts verwehrt. Merkur war auf Anhieb zu erkennen (bei etwa 25,5 Vergrößerungen). Er war im oberen Nordteil der Sonne zu sehen. Zum ersten mal ist mir klar geworden wie groß die Sonne im Verhältnis zum Merkur eigentlich ist. Die Größenverhältnisse wie sie in Büchern dargestellt sind waren ja schon beeindruckend, aber diese Beobachtung übertraf alles. Wow! Mit der Canon Powershot hab ich noch einige Bilder geknipst. Das größte Problem ist das Scharfstellen mit dem Autofokus. Aus diesem Grund stellte ich die Funktion “Serienfotos” ein stellte scharf, knipste ab und Fokusierte am Teleskop während die Kamera die Aufnahmen machte, vor und zurück. Die Auswertung der Bilder (ca. 30) die von unscharf bis scharf waren viel noch an. Später hab ich noch einige Bilder in Photoshop Elements addiert.
Bilder:
Bild 1) Merkurtransit durch die Sonne am 7.5.2003: Kamera: Canon Powershot A40. Am linken Sonnenrand ist das Planetenscheibchen von Merkur zu sehen. Beeindruckend ist das Größenverhältnis zwischen Merkur und Sonne. Auch wenn Merkur noch im Mittel 57,9 Mill. Km von der Sonne entfernt ist.
Bild 3) Ansichten der „kleinen“ Sonnenfinsternis vom 7.5.2003
Bild 2) 7.5.2003, 10:55 Uhr MESZ
Bild 4) 7.5.2003, 11:30 Dritter Kontakt
Sonnenflecken
Am Vormittag des 2. November 2003 wollte ich nachsehen wie sich die Sonnenfleckengruppen, welche am Vortag für Polarlichter in nördlichen Breiten gesorgt hatten, entwickelt hatten. Wow, So große Flecken gibt es nicht allemal zu sehen, Im oberen Teil des Bildes ist eine kräftige Fleckengruppe zu sehen, die vom Typ F ist. Im unteren Bild würde ich eine Gruppe vom Typ “c” nach McIntosh vorschlagen (Süden oben, Westen links).
